Jan 10

Der Kernbeisser hat einen grossen, kräftigen Schnabel

  Größe: 18 cm Zugtyp: Standvogel, vereinzelt auch als Wintergast Beobachtungszeitraum: ganzjährig Im Sommerhalbjahr bekommt man die scheuen Kernbeißer selten zu sehen, gerne halten sie sich oben in den Baumkronen auf. Im Winter dagegen suchen sie oft am Boden nach herabgefallenen Sämereien, auch kommen sie ans Futterhäuschen. Von Zurückhaltung ist dann wenig zu sehen, die Kernbeißer wissen sich gegenüber den anderen Vögeln zu behaupten und gehen selbst Raufereien nicht aus dem Weg. Kein Wunder also, dass der Kernbeißer früher auch Finkenkönig genannt wurde. Kernbeißer sind auf Samen und Fruchtkerne spezialisiert, darunter Bucheckern, Hainbuchensamen und Kirschen. Der Kernbeißerschnabel ist nicht nur auffällig groß, er ist auch ungewöhnlich aufgebaut. So befinden sich im Oberschnabel mehrere parallele Schneidekanten und der Unterschnabel ist fest im Schädel verwachsen. Um einen Kirschkern an der seitlichen Naht aufzuknacken, übt der Kernbeißer einen Druck von 40 bis 50 Kilogramm aus. Am Futterhäuschen bevorzugen Kernbeißer Sonnenblumenkerne und Erdnüsse. Kernbeißer sind bei uns in der Regel Standvögel, manche ziehen auch bis Italien oder Spanien, in harten Winter unternehmen sie zudem Ausweichbewegungen. Skandinavische und osteuropäische Brutvögel zieht es im Winter teils nach Mitteleuropa.  
Jan 06

Der Eisvogel an der Aare bei Hinterkappelen

Der Eisvogel ist ein seltener und ganz besonders schöner, scheuer Vogel und lebt an Gewässern, in welchen Fische vorkommen. Er ernährt sich ausschliesslich von Fischen. Diese Eisvögel habe ich heute an der Aare bei Hinterkappelen gesehen. Sie sind dort als Durchzügler und Wintergast bekannt. 6.1.2015
Dez 16

Hübsche junge Waldohreule

  Es freut mich besonders, dass ich als ersten Bericht ein so besonderes Tier vorstellen darf wie die Waldohreule. Bei den Bildern handelt es sich um ein Jungtier. Die Waldohreule ist eine mittelgroße (Länge: 35 – 37cm), schlanke Eule und etwa so groß wie die Schleiereule. Auffallend sind ihre feuergelben bis glutroten Augen und ihre langen, meist hoch aufgerichteten Federohren. Bei einem erwachsenen Tier beträgt die Spannweite der Flügel im Flug knapp einen Meter. Die Waldohreule jagt überwiegend im offenen Gelände, dort wo ihre Hauptbeute, die Feldmaus(80 – 90%), lebt. Zur Brut benötigt sie alte Krähen- oder Elsternnester, die sie an Waldrändern und in Feldgehölzen findet. Nachdem Elstern und Krähen immer mehr in unsere Siedlungen eindringen und dort ihre Nester bauen, kann auch die Waldohreule erfolgreich im Siedlungsbereich brüten. Leider ist diese Eulenart potenziell gefährdet. Der Bestand in der Schweiz ist 2‘500 bis 3‘000 Paare, letztmals erhoben, 2009. 28. Juni 2014
Dez 16

Haubentaucher haben im Schwimmnest gebrütet

  Zwei Junge sind bereits geschlüpft und werden für Ausflüge von der Mutter huckepack auf dem Rücken unter den Flügeln mitgenommen. Ab und zu sieht man einen kleinen Kopf rausschauen. Ein Ei wird immer noch gebrütet. Ob da wohl noch eine Junges schlüpfen wird? Haubentaucher sind 46 bis 51 cm lang und haben eine Flügelspannweite von 59 bis 73 cm. Sie werden zwischen 800 und 1400 g schwer. Sie brüten auf größeren, stehenden Gewässern mit Schilfgürtel im Flachland und benötigen fischreiche Gewässer, die mindestens fünf Hektar groß sind. Haubentaucher fressen hauptsächlich kleine Fische, die sie tauchend jagen. Überwiegend handelt es sich um Oberflächenarten, die eine mittlere Länge von 10 bis 15 Zentimeter erreichen. Die maximale Fischgröße, die Haubentaucher fressen, beträgt 25 Zentimeter. Haubentaucher bauen ihr Hauptnest vorzugsweise am Außenrand des Verlandungsgebietes eines Gewässers. Das Nest wird entweder am Boden oder an Pflanzen verankert. Haubentaucher bauen allerdings auch völlig offene Schwimmnester, die sich mitten in kleinen oder flachen Gewässern befinden. Am Nestbau sind beide Elternvögel beteiligt. Der Nestbau dauert in der Regel zwischen zwei und acht Tage, kann sich in Extremfällen aber auch über 28 Tage erstrecken. Das Nistmaterial finden Haubentaucher in unmittelbarer Umgebung des Neststandorts. Die Basis des Nestes sind Schilfhalme, die zwischen […]
Dez 16

Momentan treffe ich immer wieder eine Gruppe Eichelhäher an

  Der Eichelhäher gehört in die Familie der Raben und ist ein Singvogel, auch wenn wir es manchmal eher als ein Krächzen empfinden. Er kommt in Europa, Nordafrika und auch in Teilen Asiens vor. Dieser Vogel brütet in strukturreichen Wäldern, bevorzugt aber Mischwälder. Die Nahrung des Eichelhähers ist immer an die Umweltbedingungen angepasst und sehr vielseitig. Er ernährt sich im Sommer meist von Insekten und stellt im Winter auf pflanzliche Nahrung um. Der Eichelhäher ist tagaktiv und kann in der Brutzeit schon mal ein sehr auffälliges Verhalten an den Tag legen. Dabei zeigt er ein sehr auffälliges Warnverhalten. Ist keine Brutzeit dann ist der Eichelhäher in kleinen Truppen aufzufinden, die auf Nahrungssuche gehen, so auch jetzt im Sommer in Meikirch. Der Gesang des Eichelhähers ist mit einem leichten Schwätzen zu vergleichen. Der Eichelhäher kann Stimmen anderer Vögel nachahmen. Da der Eichelhäher sich mit sehr unregelmäßigen Flügelschlägen durch die Luft bewegt, wirkt sein Flugverhalten anfangs ein wenig unbeholfen. Die Flugstrecken sind zumeist sehr kurz. Zudem wird oft Schutz in umliegenden Büschen und Bäumen gesucht. Das Flugverhalten im Wald ist aber erstaunlich wendig und geschickt. Bewegt sich der Vogel auf dem Boden so ist er meist hüpfend anzutreffen. 15. Juli 2014